News-Archiv

Aktuelles Dezember 2024 – Über Geld spricht man

Im Handwerk wird besser bezahlt, als oft angenommen – das belegt eine neue Studie des Ludwig-Fröhler-Instituts. Darüber berichtet die Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ) in ihrer aktuellen Ausgabe vom 6. Dezember (Jahrgang 76, Ausgabe 23). Zwar gibt es in den Handwerksberufen große Unterschiede bei den Gehältern, da die Zahlungsbereitschaft der Unternehmen stark variiert. Doch ein Vergleich der Ausbildungsvergütungen im Handwerk mit denen anderer Branchen sowie der Einstiegsgehälter von Handwerksmeistern mit Bachelorabsolventen oder Technikern (vergleichbar, da DQR-Stufe 6) zeigt: Das Handwerk steht bei der Bezahlung anderen Branchen und Bildungswegen in nichts nach.

Aktuelles Dezember 2024 – Mach, was zu dir passt!

Unter diesem Titel veröffentlichte Dr. Andrea Greilinger zusammen mit Andrea Sitzmann von der Handwerkskammer Unterfranken einen Buchbeitrag im Sammelband „Übergang vom Studium ins Berufsleben – Beratung und Recruiting“, das von Prof. Michael Scharpf und Prof. Bernd-Joachim Ertelt herausgegeben wurde. Der Beitrag geht der Frage nach, durch welche Praxisansätze es gelingt, die immer größer werdende Gruppe der Abiturient:innen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Über die Erfahrungen in einem Pilotprojekt der Handwerkskammer für Unterfranken wird aufgezeigt, welches Setting, welche Partner und welche Anstrengungen notwendig sind, um nachhaltige Schritte zur Gewinnung von Abiturient:innen und Bindung dieser zukünftigen Fach- und Führungskräfte zu gehen.

Aktuelles Dezember 2024 – Neue Publikation: Handwerksrechtliche Einordnung von Reparaturtätigkeiten

Im Rahmen eines Projekts am LFI untersuchte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Larissa Nicolaus verschiedene Reparaturleistungen und ordnete diese in das Regime der GewO und der HwO ein. Dies geschieht zunächst auf abstrakte Weise und sodann anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis. Dabei wird zwar deutlich, dass eine genaue Betrachtung der jeweiligen Tätigkeiten für die rechtliche Einordnung erforderlich ist. Anhand der bestehenden Regelungen lassen sich Reparaturtätigkeiten im Rahmen der HwO jedoch sachgemäß zuordnen.

Aktuelles Dezember 2024 – Erfolgreiche Dissertationsverteidigung unserer Mitarbeiterin Antonia Hoffmann

„Wir freuen uns, die erfolgreiche Verteidigung der Doktorarbeit von Antonia Hoffmann an der TUM School of Management zu feiern! Ihre Forschung zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bietet wertvolle Einblicke in nachhaltige Praktiken, insbesondere durch ihre Arbeit mit Handwerksbetrieben in Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Fröhler-Institut (LFI).
Antonias Engagement und ihre innovativen Projekte zeigen das Potenzial von KMU auf, eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu übernehmen. Ihre Arbeit wird zukünftige Fortschritte in diesem wichtigen Bereich inspirieren.“

Prof. Dr. Gunther Friedl,
Leiter des Ludwig-Fröhler-Instituts für Handwerkswissenschaften

Aktuelles November 2024 – Frauen in der Handwerksorganisation

In einer Studie des LFI untersuchten Moritz Schumacher und Larissa Nicolaus unter der Projektleitung von Prof. Dr. Martin Burgi die rechtlichen Mitwirkungsmöglichkeiten von in Leitungsposition tätigen Frauen, die nicht Betriebsinhaberinnen sind, in Handwerkskammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften de lege lata und de lege ferenda. Dabei zeigte sich, dass die Mitwirkung von Frauen in der Handwerksorganisation in weiten Teilen bereits möglich ist. Zudem bestehen verschiedene Regelungsoptionen, die – den politischen Willen vorausgesetzt – eine erweiterte Mitwirkung von Frauen in der Handwerksorganisation ermöglichen könnten.

Aktuelles November 2024 – Ausbildungsplatz vergeben, Azubi verschwunden: Warum Ghosting im Handwerk zunimmt und wie Betriebe gegensteuern können

Die aktuelle Ausgabe (11/2024) des „NordHandwerk“ fühlt der Ausbildungsqualität im Handwerk auf den Zahn. In einem Interview berichtet Dr. Andrea Greilinger über ihre Studie zur Ghosting-Situation, die Betriebe trotz geschlossener Ausbildungsverträge erleben. Sie geht u. a. auf die Charakteristika jener Azubis ein, die mit größerer Wahrscheinlichkeit ohne Vorwarnung nicht zum Ausbildungsbeginn erscheinen: Jugendliche mit niedrigeren Schulabschlüssen, jene über 18 Jahre und auch Frauen. Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt sie eine fortlaufende Kommunikation sowie ein durchdachtes Pre-Boarding.

Aktuelles November 2024 – 125 Jahre Handwerkskammern

Am 2.7.2024 hielt Prof. Dr. Martin Burgi anlässlich der Festveranstaltung „125 Jahre Handwerkskammern in Bayern“ einen Vortrag im Bayerischen Landtag. Eine um Nachweise ergänzte Fassung des Vortrags ist nun im Gewerbearchiv 2024, S. 426 – 430 erschienen.

Aktuelles November 2024 – Modernes Arbeiten im Handwerk: Studie des LFI zu New Work veröffentlicht

New Work steht für moderne Arbeitswelten, in denen Flexibilität, Eigenverantwortung und die aktive Einbindung der Mitarbeitenden im Vordergrund stehen. Eine neue Studie des Ludwig-Fröhler-Instituts im Auftrag der Handwerkskammer der Pfalz zeigt nun, wie diese Prinzipien im Handwerk Fuß fassen. Besonders die Facette „Führung“ wird in den untersuchten Betrieben neu interpretiert: Ein kooperativer Führungsstil mit flachen Hierarchien und gemeinsamer Entscheidungsfindung schafft eine offene Unternehmenskultur. Diese transparente und partnerschaftliche Führung fördert die emotionale Bindung der Mitarbeitenden an ihren Betrieb und stärkt das Miteinander.

Flexibilität, eine weitere Säule von New Work, zeigt sich im Handwerk jedoch unterschiedlich stark. Während kaufmännische Mitarbeitende von mobiler Arbeit und flexiblen Zeiten profitieren, sind gewerbliche Mitarbeitende meist an feste Arbeitsorte und Schichten gebunden. Dennoch eröffnen einige Betriebe innovative Modelle, wie etwa die Viertagewoche, die die Work-Life-Balance positiv beeinflussen. In Bezug auf Agilität, also Selbstbestimmung und Selbstorganisation, zeigt die Studie klare Rahmenbedingungen. Die meisten Handwerksbetriebe setzen auf spezialisierte Rollen und klar definierte Arbeitsprozesse. Diese Struktur fördert Effizienz und Stabilität, lässt jedoch nur begrenzten Raum für spontane Veränderungen und Selbstbestimmung. Insgesamt betont die Studie, wie wichtig es für Handwerksbetriebe ist, traditionelle Arbeitsstrukturen zu überdenken und moderne Ansätze in ihre Führung zu integrieren. Mit New-Work-Prinzipien können sie nicht nur den Fachkräftemangel angehen, sondern auch ihren Betrieb langfristig wettbewerbsfähiger und zukunftssicher machen.

Aktuelles Oktober 2024 – ZDH Seminar – Nachhaltigkeitsmanagement im Handwerk

Erfolgreich ist ein weiteres ZDH-Seminar zu Ende gegangen. Im Laufe der drei von unserer Mitarbeiterin Antonia Hoffmann organisierten Seminartage beschäftigten sich die Teilnehmenden aus Handwerkskammern, Innungen, Verbänden und Handwerksbetrieben intensiv mit dem Thema „Nachhaltigkeit im Handwerk: Mit Betrieben, die Circular Economy gestalten“.

Aktuelles Oktober 2024 – Das LFI auf der 19. European Conference on Innovation and Entrepreneurship

Unsere Mitarbeiter Antonia Hoffmann und Mike Degmayr haben an der 19. European Conference on Innovation and Entrepreneurship in Paris, Frankreich, teilgenommen.

Antonia durfte ihren Vortrag „Action or Reaction? Entrepreneurial and Market Orientation for Implementing Circular Economy Practices in German SMEs“ und Mike sein Thema ““Whatever It Takes”: Socioemotional Wealth and Endowment Preservation in Failing Family Firms” vorstellen. Beide Forschungsarbeiten sind öffentlich verfügbar:

Hoffmann & Marticke (2024)
Degmayr (2024)

Aktuelles Oktober 2024 – Neue Publikation: Selbstverwaltung im Handwerk durch Betriebsinhaber und Arbeitnehmer: Herausforderungen und Perspektiven der internen Kooperation

Die Handwerksorganisation ist vor allem im Vergleich zu den Industrie- und Handelskammern durch die Einbindung auch der Arbeitnehmer in die Selbstverwaltung geprägt. Dies führt dazu, dass man in der Selbstverwaltung des Handwerks eine einzigartige Form der internen Kooperation zwischen Betriebsinhabern und Arbeitnehmern vorfindet.
In der Publikation untersucht Herr Schumacher, welche Kooperationselemente bei den Handwerkskammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften bestehen und worin deren historischer Hintergrund liegt. Darauf aufbauend werden in der Untersuchung die Mitgliedschaftsverhältnisse, Organisationsstrukturen und Finanzierungsregelungen, die spezifischen Verfahrensgrundsätze, Maßstäbe und Zuständigkeiten bei Äußerungen sowie weitere einzelne Aufgaben der Selbstverwaltungskörperschaften unter diesem Gesichtspunkt analysiert und Herausforderungen und Perspektiven der internen Kooperation herausgearbeitet.

Aktuelles Oktober 2024 – Neue Mitarbeiterin am LFI

Am 1. Oktober begrüßte das LFI in München Alina Gries als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Während ihres Studiums in Informatik am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und in Management an der Technischen Universität München konnte sie erste praktische Erfahrungen in Industrieunternehmen sowie als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität sammeln.

Falls Sie mit Frau Gries in Kontakt treten möchten, steht sie ab sofort unter folgenden Kontaktdaten zu Ihrer Verfügung:

E-Mail: gries@lfi-muenchen.de

Aktuelles Oktober 2024 – Neue Mitarbeiterin am LFI

Am 1. September begrüßte das LFI in München Juliana Murl als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin. Frau Murl folgt auf Herrn Moritz Schumacher, der nach Abschluss der Promotion sein Referendariat begonnen hat.
Juliana Murl studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss dieses mit dem ersten Staatsexamen ab. Während des Studium belegte sie den Schwerpunkt „Öffentliches Wirtschafts- und Umweltrecht“ und arbeitete am Institut für Politik und Öffentliches Recht. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit wird im Bereich des Öffentlichen Wirtschaftsrechts, insbesondere des Handwerksrechts liegen.

Falls Sie mit Frau Murl in Kontakt treten möchten, steht sie ab sofort unter folgenden Kontaktdaten zu Ihrer Verfügung:

T: +49 (0)89 – 51 55 60 – 80
E-Mail: murl@lfi-muenchen.de

Aktuelles September 2024 – LFI im Austausch mit den Beratungsstellenleitern der Kammern

Die diesjährige Fachtagung der Beratungsstellenleiter in Köln stand unter dem Motto „Zukunft der Beratung“. Dr. Andrea Greilinger stellte dabei die Ergebnisse eines Workshops vor, an dem rund 50 betriebswirtschaftliche Berater der bayerischen Kammern teilnahmen. Im Fokus standen die aktuellen Herausforderungen der Berater, notwendige Anpassungen für eine zukunftsorientierte Beratung sowie der Unterstützungsbedarf durch die Führungsebene. Im Anschluss präsentierte sie gemeinsam mit Andreas Keller von der HWK Niederbayern/Oberpfalz die Ergebnisse der neuen Vergütungsstudie.

Aktuelles September 2024 – Teilnahme am Ruhr Forum Handwerk 2024 „Circular Economy“ in Bottrop

Im Ruhrgebiet, wo das Handwerk lebt,
die Gesellschaft nach Kreislaufwirtschaft strebt.
Förderung und Wissen, das braucht es hier,
denn der Wandel steht schon vor der Tür.

Gesetze, Innovationen, Gemeinschaft vereint,
gestalten die Zukunft, die vor uns erscheint.
So wächst im Handwerk, mutig und klar,
die Kreislaufwirtschaft – wunderbar!
(Quelle: eigene Gedanken)

Das Ruhr Forum Handwerk 2024 in Bottrop zum Thema Kreislaufwirtschaft war eine tolle Vernetzung aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, bei dem Antonia Hoffmann ihre aktuelle Forschung im Bereich Circular Economy vorstellen durfte. Hier geht es…

Aktuelles September 2024 – Rechtsrisiken für Inhaber von Handwerksbetrieben

Handwerksbetriebe und deren Inhaber sind vielfältigen Rechtsrisiken ausgesetzt. Neben finanziellen Folgen können auch strafrechtliche Konsequenzen drohen. Diese Risiken waren Gegenstand einer Weiterbildungsveranstaltung für Betriebsberater des Handwerks in Erfurt.

Zu Unrecht abgerufene Corona-Hilfen oder falsche Angaben in Antragsverfahren können beispielsweise die Tatbestandsmerkmale des Subventionsbetrugs erfüllen. Dies war eine von vielen Botschaften des Strafrechtlers Prof. Dr. Christian Fröba. Er rät Betrieben im Falle von Durchsuchungen insbesondere dazu, den Mund zu halten.
Auch das Insolvenzrecht hält für Handwerksbetriebe vielfältige Stolpersteine bereit. Um die finanziellen Folgen für das Privatvermögen möglichst gering zu halten, empfiehlt der Insolvenzverwalter Alexander Kubusch, GmbH-Geschäftsführern im Falle einer Krisensituation sämtliche Zahlungen kritisch zu prüfen, um spätere Anfechtungen und Rückforderungen sowie Schadenersatz zu vermeiden.
Risikobehaftet ist ferner der Kauf und Verkauf von Unternehmen. Dabei laufen sowohl Käufer als auch Verkäufer Gefahr, großen finanziellen Schaden zu erleiden. Der Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Christian Richter gab in seinem Vortrag den Tipp, sich nicht auf gesetzliche Regelungen zu verlassen, sondern alle relevanten Risiken durch vertragliche Garantien auszuschließen.
Im Idealfall sollten Handwerksbetriebe Rechtsrisiken bereits im Vorfeld minimieren und Regelverstöße vermeiden. Dabei helfen Compliance Management Systeme. Wie diese gestaltet werden sollten, zeigte Prof. Dr. Thorsten Richter am letzten Seminartag auf.

Aktuelles September 2024 – „State of the Art“ der Entlohnung im ostbayerischen Handwerk

Im Auftrag der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz hat das Ludwig-Fröhler-Institut erforscht, welche Vergütungsmodelle, Vergütungshöhen und zusätzlichen monetären Anreize von Handwerksbetrieben zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden eingesetzt werden. Es zeigt sich, dass Meister und kaufmännische Angestellte am häufigsten auf fixer und Gesellen am häufigsten auf variabler Basis nach erbrachten Stunden entlohnt werden.

Die Vergütungshöhen des Handwerks liegen sowohl in der Ausbildung als auch bei Meistern (im Vergleich zu Arbeitnehmern mit Abschlüssen auf Stufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens) auf dem Niveau anderer Wirtschaftsbereiche. Neben dem reinen Entgelt bieten Handwerksbetriebe auf freiwilliger Basis viele monetäre Zusatzleistungen – mit Arbeitskleidung, Betriebsveranstaltungen, vermögenswirksamen Leistungen, Weihnachtsgeld, Mitarbeiterrabatten, Tankgutscheinen, einem Jobrad und vielem mehr steigern sie die Mitarbeiterzufriedenheit.

Aktuelles September 2024 – Fachkräftezuwanderung in das deutsche Handwerk:
Was wir aus Pilotprojekten lernen können

Innerhalb der letzten Monate haben wir spannende Gespräche mit Experten aus Pilotprojekten zur geregelten Fachkräfteeinwanderung geführt, um herauszufinden, was wir lernen können, um vermehrt Fachkräfte und Auszubildende aus Drittländern zu gewinnen, und so dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken.
Dabei stellt sich heraus, dass der Schlüssel in der gezielter Anwerbung und Integration an Arbeitsplatz und in der Gesellschaft liegt, um den durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erweiterten rechtlichen Rahmen optimal zu nutzen.

Handwerksbetriebe profitieren von der Unterstützung von Zuwanderungsprojekten, die den administrativen Aufwand und die Vermittlung aktuell insbesondere von Azubis aus Drittländern vereinfachen – vom Recruiting bis hin zur Integration in den Betrieb. Erfolgsfaktoren wie „Buddy-Systeme“, innovative Finanzierungskonzepte und eine enge Zusammenarbeit mit Behörden spielen dabei eine große Rolle.
In Zukunft muss der Austausch zwischen Projekten und Betrieben durch einen strukturierten Wissens- und Erfahrungsaustausch verstetigt werden, um die vielversprechenden bisherigen Erfolge weiter zu skalieren. Für einen nachhaltigen Einfluss auf die Fachkräftesituation müssen Prozesse, Anforderungen und Ansprechpartner glas klar sein, sodass in Zukunft die Rekrutierung einer ausländischen Fachkraft kaum aufwändiger als die Rekrutierung einer inländischen Fachkraft wird.

Aktuelles September 2024 – Unternehmensbewertung für KMU

Mit dem AWH-Standard hat das Handwerk ein Bewertungsverfahren etabliert, das die Besonderheiten von kleinen, inhabergeführten Handwerksbetrieben in herausragender Weise berücksichtigen kann. Das LFI hat die Planung und Durchführung von Schulungsangeboten zum Bewertungsstandard übernommen.

Das Akronym AWH steht für Arbeitsgemeinschaft Wertermittlung im Handwerk. Diese Gruppe hat ein ertragswertbasiertes Verfahren entwickelt und etabliert, das im deutschen Handwerk flächendeckend zum Einsatz kommt. Wichtige Basis für die Erfolgsprognose sind die Jahresabschlüsse der Vorjahre.
Bilanz und GuV unterliegen bestimmten gesetzlichen Vorgaben wie dem Realisations- oder dem Niederstwertprinzip. Zudem bieten sie Gestaltungsspielräume. Dies führt dazu, dass bestimmte Positionen des Jahresabschlusses für Zwecke der Unternehmensbewertung korrigiert werden müssen.
Diese Woche durfte ich ein Weiterbildungsseminar für betriebswirtschaftliche Berater des Handwerks leiten, bei dem genau diese Aspekte thematisiert wurden. Vielen Dank an die Referenten Diana Streubel und Markus Buchner, die den 30 Teilnehmer diese Thematik in hervorragender Weise nähergebracht haben.

Aktuelles August 2024 – Kammerleistungen der Zukunft

Das zunehmend von Krisen geprägte Marktumfeld in Deutschland stellt deutsche Handwerksunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist es für die Handwerkskammern von zentraler Bedeutung, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsbetriebe in schwierigen Zeiten durch gezielte und situationsangepasste Unterstützungsmaßnahmen zu stärken.
Im Zuge dessen führte das Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften in Kooperation mit den Handwerkskammern Heilbronn-Franken, Region Stuttgart und Reutlingen eine Befragung unter 719 Mitgliedsbetrieben durch, um die Unterstützungsbedarfe der Betriebe von Morgen zu ermitteln, die gewünschten Unterstützungsmethoden abzuleiten und mit den vorhandenen Angeboten zu spiegeln, um ein bestmögliches Unterstützungsangebot zu leisten.

Die wichtigsten künftigen Leistungen, die in der Befragung genannt wurden, umfassen:
Strategie, Marketing & Recht: Unterstützung bei der Umsetzung neuer gesetzlicher Regelungen sowie Begleitung in der Krisenbewältigung
Betriebsführung: Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln
Aus- & Weiterbildung / Qualifizierung: Informationen zu Förderangeboten und Weiterbildungsoptionen für Quereinsteiger
Fachkräftesicherung: Unterstützung bei der Optimierung von Vergütungsmodellen, der Schaffung eines flexiblen, familienfreundlichen Arbeitsklimas, sowie Angebot einer Fachkräftebörse
Auslandsgeschäft: Unterstützung bei der Nutzung von Kooperationsplattformen und Fördermöglichkeiten sowie Bereitstellung von Checklisten und Außenwirtschaftslandkarten für den Schritt ins Ausland
Das übergreifend zu adressierende Kernthema bleibt dabei jedoch die Verbesserung der Bekanntheit und Nutzung von Kammerleistungen. ~36 % der Mitgliedsbetriebe haben in den letzten 5 Jahren keine Kammerleistungen in Anspruch genommen.

Aktuelles Juli 2024 – Operation Bildungsvielfalt

Auf der Regionaltagung von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern in Regensburg konnte Dr. Andrea Greilinger als Referentin mit vielen Vertretern aus der Wirtschaft, der Politik oder von Schulen über die Wege, die berufliche Bildung zu stärken, diskutieren. Unter anderem ging es darum, wie Berufsorientierung so umgesetzt werden kann, dass sie Schüler:innen anspricht und wie sich ein Wandel in der Gesellschaft vollziehen könnte, so dass nicht nur Arbeit am PC und viele Calls mit einem wertschätzenden Job und persönlichem Ansehen in Verbindung gebracht werden.

Aktuelles Juli 2024 – Nachwuchssicherung für das SHK-Handwerk

Welche grundlegenden Weichen müssen gestellt werden, um mehr Schulabgänger:innen fürs Handwerk zu interessieren? Auf dem SHK-Kongress des Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern in Passau berichtete Dr. Andrea Greilinger über Erkenntnisse aus ihrer Studie, die dieses Thema beleuchten. Für ein Heben des Ansehens des Handwerks in der Gesellschaft müssen alle Bildungsschichten erreicht werden, v. a. aber Abiturienten sowie deren (Akademiker-)Eltern. Die Studie zeigte nämlich, dass Gymnasiasten im Vergleich zu Mittel- und Realschülern deutlich schlechter über den beruflichen Bildungsweg informiert sind und dadurch die Potentiale und Möglichkeiten vermutlich unterschätzen.

Aktuelles Juli 2024 – Ressourceneffizienz durch optimierte Ressourcennutzung

In einem Beitrag des handwerk magazins wurde unsere Mitarbeiterin Antonia Hoffmann zu wichtigen Aspekten der Circular Economy interviewt: Sharing & Secondhand.
Es ist immer schön zu sehen, dass die wissenschaftlichen Studien einen Mehrwert für die Praxis stiften. Antonias zitierte Studie zur Implementierung von Circular Economy Aktivitäten im Handwerk kann hier gelesen werden:

Jobs – Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)  gesucht

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Ludwig-Fröhler-Institut einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d). Mit der Teilzeitstelle verbunden ist die Möglichkeit zur Promotion.

Aktuelles Juni 2024 – LFI im internationalen Forschungsdiskurs

Unsere Mitarbeiterin Antonia Hoffmann durfte auf der Innovation and Product Development Management Conference (#IPDMC2024) in Dublin (Ireland) ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Circular Economy in kleinen und mittleren Unternehmen“ vorstellen und herausarbeiten, welche Rolle dabei die Innovationsfähigkeit und der Wettbewerbsvorteil spielen. Auch international nimmt das Interesse an Forschung im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen stetig zu.

Aktuelles Juni 2024 – Entwicklungsmöglichkeiten stehen hoch im Kurs

Welche grundlegenden Weichen müssen gestellt werden, um mehr Schulabgänger:innen fürs Handwerk zu interessieren? Dieses Thema wird heiß diskutiert, doch ein durchschlagender Lösungsansatz ist noch nicht in Sicht. Im aktuellen Interview mit der BO[plus] berichtet Andrea Greilinger über Erkenntnisse aus ihrer Studie. Ihre Analysen zeigen, dass Handwerksbetriebe mit höherer Vergütung nach Abschluss der Ausbildung punkten können. Auch Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten stehen aus Sicht der befragten Schüler:innen hoch im Kurs. Indem Betriebe respektieren, dass junge Leute neben der Arbeit ein starkes Freizeitbedürfnis haben und sich dieses beispielsweise mit geregelten Arbeitszeiten unbedingt sichern möchten, schießen sie sich im Attraktivitätsranking ebenfalls nach oben.

Aktuelles Juni 2024 – Die Zukunft des Handwerks ist (auch) weiblich

Die Aktivierung von Frauen wird mit Blick auf die Fachkräfteversorgung ein zunehmend wichtiger Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsbereich Handwerk.
Während die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland deutlich gestiegen ist, verharrt der Anteil der weiblichen Beschäftigten im Handwerk auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Über Möglichkeiten und Wege, zukünftig mehr Frauen für das Handwerk zu gewinnen, diskutierte Markus Glasl bei einer Podiumsrunde im Rahmen des Bundesnetzwerkreffens für Frauen im Handwerk mit Heidi Kluth, Christina Völkers, Kristina Eylmann und Holger Schwannecke.

Eine aktuelle Studie des Ludwig-Fröhler-Instituts zur Beschäftigung von Frauen im Handwerk (Link) hat gezeigt, dass der Anteil weiblicher Beschäftigter in den befragten Betrieben  seit der letzten Erhebung im Jahr 2003 nur leicht von 30 auf aktuell 35 Prozent gestiegen ist. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil weiblicher Auszubildender unverändert bei 17 Prozent geblieben. Die statistischen Zahlen des ZDH zeigen lediglich eine Verschiebung zwischen den Berufen. So hat sich beispielsweise der Frauenanteil unter den Auszubildenden in den männerdominierten Berufen des Bau- und Ausbauhandwerks mehr als verdoppelt. Trotzdem liegt er aktuell bei nur rund 10 Prozent.

Ausschlaggebend für den geringen Frauenanteil sind gesellschaftliche Stereotype und tradierte Rollenbilder. Dadurch entscheiden sich Frauen selten für typische Männerberufe. Tun sie es dennoch, sind sie regelmäßig mit Vorurteilen auch und gerade seitens der Kunden konfrontiert und verlassen das Handwerk wieder. Diese Sozialisation gilt es aufzubrechen und dabei kommt den Medien und dem Bildungssystem eine entscheidende Rolle zu.

Um langfristig mehr Frauen in Handwerksberufe zu bringen, müssen die Maßnahmen zur Berufsorientierung an den Schulen angepasst werden. So sollte dem Werkunterricht wieder breiterer Raum eingeräumt werden und das Handwerk als Berufsoption auch an den Gymnasien Beachtung finden. Der Tag des Handwerks an allen weiterführenden Schulen in Bayern ist hierfür ein gutes Beispiel. Gleichzeitig muss aber auch das Handwerk Angebote schaffen, bei denen Schülerinnen und Schüler Handwerkstätigkeiten hautnah erleben und selbst ausprobieren können. Denn dies sind für die jungen Menschen die wichtigsten Kriterien bei der Beurteilung solcher Maßnahmen, wie eine weitere Studie des LFI gezeigt hat (Link).

Auch in Geschäftsführung sind Frauen derzeit noch unterrepräsentiert. Hier hat sich ihr Anteil jedoch um 16 auf 35 Prozent erhöht. Damit Frauen noch häufiger den Weg in die Selbständigkeit gehen, braucht es nicht nur mehr sichtbare Vorbilder, sondern vor allem bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Beim Mutterschutz und dem Elterngeld für Selbständige sind beispielsweise dringend Anpassungen erforderlich.

Die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit darf sich aber nicht nur auf die Ebene der Betriebe beziehen. Auch in den Organen und Gremien der Handwerksorganisation muss mehr Diversität angestrebt werden. Damit wird auch das Bild das Handwerks in der Öffentlichkeit weiblicher, was zum Abbau gesellschaftlicher Stereotype beitragen kann. Um diesen Veränderungsprozess zu unterstützen, analysiert das LFI in einem aktuellen Projekt die rechtlichen Rahmenbedingungen und prüft Erweiterungsmöglichkeiten (Link).

Aktuelles Mai 2024 – Personal – Das neue Gold

Auch die Gesundheitshandwerke leiden unter dem Fachkräfteengpass und wollen sich entsprechend für die Zukunft rüsten. Im Rahmen der Messe „Zahntechnik Plus 2024“ in Leipzig gab es deshalb eine Themenwelt, die sich mit Fragen rund um die Mitarbeitergewinnung, -bindung und -entwicklung beschäftigte. Dr. Andrea Greilinger leistete einen Beitrag, indem Sie über das Thema „Personal gewinnen“ aus Sicht der Wissenschaft referierte. Dabei stellte Sie heraus, dass Azubis, Gesellen sowie langjährige Fachkräfte dieselben Aspekte an Arbeitgebern und Arbeitsplätzen wertschätzen: Ein tolles Team, gute Bezahlung, Entwicklungsmöglichkeiten sowie genügend Freizeit neben der Arbeit.

Aktuelles April 2024 – Die Handwerksorganisation unternimmt die richtigen Schritte zur Nachwuchssicherung!

Andrea Greilinger hatte im Rahmen von zwei Veranstaltungen des ZDH die Möglichkeit, die Ergebnisse der Befragung von Mittel-, Realschülern sowie Gymnasiasten zu präsentieren. Neben einem Vortrag im Rahmen der Online-Seminarreihe „Innovative Wege zur Fachkräftesicherung im Handwerk“ des ZDH konnten die Erkenntnisse auch in Präsenz im Rahmen des „Berufsbildungsausschusses“ in Berlin diskutiert werden. Die Studie untermauert – so der Konsens in beiden Veranstaltungen – dass die Handwerksorganisation bereits die richtigen Schritte zur Sicherung und des Ausbaus der beruflichen Bildung unternimmt. Neben der Stärkung des Praktikums als Königsweg der Azubigewinnung müssen v.a. gesellschaftliche Vorbehalte, die der beruflichen Bildung überwiegend durch Gymnasiasten (als zukünftige Akademiker) zugeschrieben werden, abgebaut werden.


Aktuelles April 2024 – Zukunft der Beratung: Wir gestalten unser morgen!

Unter diesem Titel lief auf der Landestagung der bayerischen Betriebsberater:innen ein Workshop, den Dr. Andrea Greilinger und Antonia Hoffmann konzipierten und vor Ort in Bamberg umsetzten. Mit der Analyse des Status Quo der Beratung in den bayerischen Handwerkskammern sowie der Stakeholderanalyse wurde eine gemeinsame Basis geschaffen. Darauf aufbauend war Ziel des dritten Workshopteils, einerseits die notwendigen Veränderungen (z. B. mit Blick auf die Beratungsthemen, KI etc.) und andererseits die Bewältigungsstrategien und Unterstützungswünsche der Berater:innen herauszuarbeiten.

Aktuelles April 2024 – Neue Veröffentlichung: Patrick Kosney – Ehrenamt im Handwerk.

Ehrenamtliches Engagement spielt in der Handwerksorganisation eine wesentliche Rolle. Die nun erschienene Veröffentlichung widmet sich einer Vielzahl an Fragen rund um die Rechte und Pflichten ehrenamtlich Tätiger. Sie bezieht dabei Erkenntnisse aus dem Verfassungs-, Verwaltungsverfahrens- und Kommunalrecht mit ein.

Das Buch von Herrn Patrick Kosney ist sowohl in gedruckter Form als auch digital erhältlich.

Aktuelles März 2024 – Welche Bilder haben potenzielle Azubis im Kopf, wenn sie an das SHK-Handwerk denken?

Unter diesem Titel referierte Dr. Andrea Greilinger auf dem 3. Impulstag für SHK-Handwerksbetriebe bei der SHK-Innung München. Abgeleitet aus einer aktuellen Studie kam sie zu dem Ergebnis, dass Schüler das Handwerk mit zwei sehr konträren Bildern verknüpfen: Einerseits handelt es sich ihrer Meinung nach um Unternehmen „mit Herz“ was das Betriebsklima angeht. Sie gehen also davon aus, in einem Handwerksbetrieb ein stimmiges Team an freundlichen Kollegen vorzufinden und auch mit der Chefin / dem Chef eine gute Verbindung aufbauen zu können. Andererseits hat sich bei ihnen mit Bezug auf die Arbeit selbst das Bild einer schmutzigen, stark körperlichen und überwiegend im Freien zu verrichtenden Tätigkeit manifestiert. Zudem vermuten sie, dass eine Beschäftigung im Handwerk ihr Freizeitbedürfnis stärker einschränken könnte als bei einer Beschäftigung in anderen Wirtschaftsbereichen. Dieses veraltete Bild muss dringend durch medienwirksame Kommunikation und Berufsorientierungsmaßnahmen, wie dem Praktikum, aufgebrochen werden!

Aktuelles März 2024 – Neue Publikation: Fremdgeschäftsführung in der Handwerksorganisation, GewArch 2024, S. 95 ff.

Die Fremdgeschäftsführung der Handwerksorganisationen ist in der HwO nur rudimentär geregelt. Gesetzlich vorgesehen ist nur der Fall, dass die Kreishandwerkerschaft auf Ansuchen der ihr angehörenden Innung die Geschäfte führt (§ 87 Nr. 5 HwO). Infolge gewandelter Verhältnisse, insbesondere des sinkenden Organisationsgrades der Innungen, der komplexer werdenden Aufgaben sowie der weiteren Existenz privatrechtlicher Vereinigungen neben den gesetzlich vorgesehenen Handwerksorganisationen, hat sich auch der Bedarf an der Geschäftsführung durch Dritte gesteigert. Infolge von gebündelter Aufgabenwahrnehmung können Synergieeffekte erzielt und damit Kosten gesenkt und Kenntnisse gestärkt werden. In der Praxis haben sich deshalb bereits weitere Konstellationen der Fremdgeschäftsführung gebildet, deren Rechtmäßigkeit bisher weitestgehend ungeklärt war.

Aktuelles März 2024 – Staatsempfang anlässlich der 74. Internationalen Handwerksmesse in München

Das LFI hatte kürzlich die Ehre, zum Staatsempfang anlässlich der 74. Internationalen Handwerksmesse in die Münchner Residenz eingeladen zu werden, – ein wahrhaft herausragendes Ereignis. Diese Einladung, ausgesprochen vom Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Tobias Gotthard, zeugte nicht nur von einer Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit, sondern unterstreicht auch die wichtige Verbindung zwischen Forschung und Handwerk. Man erörterte unter Anderem die zuvor präsentierten Forschungsbeiträge und tauschte sich angeregt mit anderen Forschern und politischen Entscheidungsträgern aus. Diese Gelegenheit, unsere Erkenntnisse zu teilen und über zukünftige Zusammenarbeit zu diskutieren, hat uns zusätzlich motiviert, weiterhin die Forschung für das Handwerk voranzutreiben.

Bildrechte: StMWi

Aktuelles März 2024 – DHI-Forum „Handwerk & Nachhaltigkeit“

Auf dem diesjährigen DHI-Forum „Handwerk & Nachhaltigkeit“ war das LFI mit zwei interessanten Forschungsbeiträgen vertreten:
Antonia Hoffmann präsentierte die Erkenntnisse zum Wissen und zur Wahrnehmung von Circular Economy im Handwerk. Durch ihre Forschung konnte sie herausfinden, dass vielen Betrieben die theoretischen Konzepte zur Circular Economy nicht bekannt sind, obwohl sie bereits viele zirkuläre Strategien implementieren.
Moritz Schumacher befasste sich mit den Nachweispflichten im Rahmen der Nachhaltigkeitsbürokratie. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der verfassungsrechtlichen Einordnung derartiger Eingriffe in die Berufsfreiheit. Es konnte gezeigt werden, dass es geboten ist, für Handwerksbetriebe auf besonders formalisierte Nachweispflichten zu verzichten.


Aktuelles Februar 2024 – Praktikum als Mittel der Wahl

Unter diesem Titel hat nun auch die Deutsche Handwerks Zeitung (Jhg. 76, Ausgabe 4 vom 16.02.2024) vom Vortrag von Dr. Andrea Greilinger bei der bayerisch-tschechischen Arbeitsgruppe in Deggendorf berichtet. Dabei stellt der Artikel vor allem zwei Aussagen einer aktuellen Studie des Ludwig-Fröhler-Instituts in den Mittelpunkt: Das Praktikum, das zu den beliebtesten Berufsorientierungsmaßnahmen von Mittel-, Realschülern und Gymnasiasten zählt, bietet viel Raum für „zusehen und selbst machen“ – genau so wollen junge Menschen über berufliche Möglichkeiten informiert werden. Diese Informationen sind dringend notwendig, um die von Klischees geprägte Wahrnehmung vieler Jugendlicher über das Handwerk positiv zu verändern.

Aktuelles Februar 2024 – Engpassberuf Dachdecker – Wie gewinne und binde ich Mitarbeitende?

Mit 30 Chefinnen und Chefs aus dem Dachdeckerhandwerk konnte Dr. Andrea Greilinger im Rahmen einer Seminarveranstaltung in Reutlingen erarbeiten, welche Stärken dieser Gewerbezweig beim Thema Fachkräftesicherung spielen kann, um auch in Zukunft genügen Nachwuchs zu generieren und diesen langfristig in den Betrieben zu halten. Unter anderem wurden die tägliche Sichtbarkeit der Arbeitsergebnisse sowie die starke Zusammenarbeit und Verbundenheit im Team als große Pluspunkte dieses Gewerbezweigs herausgestellt, welche Jugendliche gemäß aktueller Forschungserkenntnisse oftmals stark ansprechen. Jetzt müssen dies Stärken nur noch kommuniziert werden, z. B. im Rahmen von Berufsorientierungsmaßnahmen!

Aktuelles Februar 2024 – Länderübergreifender Austausch zur Nachwuchsgewinnung

Schüler für handwerkliche Berufe begeistern – und damit für ausreichend Nachwuchs sorgen – ist nicht nur in Deutschland ein aktuelles Thema, sondern beschäftigt auch unsere Nachbarländer. Um sich gegenseitig zu bereichern und voneinander zu lernen, gibt es seit kurzem eine Bayerisch-Tschechische Arbeitsgruppe zur Berufsorientierung im Handwerk, bestehend aus Vertretern des Schul- und Bildungswesens, des Handwerks und der Wirtschaft. Dr. Andrea Greilinger wurde eingeladen, um dieser Arbeitsgruppe die neuesten Erkenntnisse einer Umfrage zu präsentieren, bei der 2.000 Schülerinnen und Schüler das Handwerk als Karriereweg bewertet haben. Mit Blick auf die Ansprache von Schülern wurde aufgezeigt, dass sich Jugendliche v. a. Berufsorientierungsmaßnahmen wünschen, die folgenden Dreiklang bieten: Bei berufstypischen Tätigkeiten zusehen, diese selbst ausprobieren dürfen sowie schriftliche Informationen am Ende der Veranstaltung erhalten.

Aktuelles Februar 2024 – Neuer Mitarbeiter am LFI

Am 01. Februar begrüßte das LFI in München Maximilian Schatz als neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Herr Schatz folgt auf Herrn Carl-Philipp Beichert, der nach Abschluss der Promotion neue berufliche Wege einschlagen wird.
Nach seinem Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität München war Herr Schatz die letzten zwei Jahre in der Unternehmensberatung tätig.

Falls Sie mit Hr. Schatz in Kontakt treten möchten, steht er ab sofort unter folgenden Kontaktdaten zu Ihrer Verfügung:

T: +49 (0)89 – 51 55 60 – 88
E-Mail: schatz@lfi-muenchen.de

Aktuelles Januar 2024 – Erfolgreiche Dissertationsverteidigung des ehemaligen Mitarbeiters Benedikt Tratt

„Es ist ein Moment des Stolzes und der Freude, bekannt zu geben, dass Benedikt Tratt seine Dissertation über Small Business Finance an der TUM School of Management triumphal verteidigt hat. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse über Working Capital Management, Crowdfunding und Small Business Lending haben nicht nur einen hohen akademischen Standard gesetzt, sondern auch neue Wege für Praktiker in diesem Bereich aufgezeigt.
Die Tiefe der von Benedikt präsentierten Forschung und Analyse war wirklich bemerkenswert. Seine Fähigkeit, komplexe Finanzkonzepte mit realen Anwendungen zu verknüpfen, ist geradezu brillant. Die Implikationen seiner Erkenntnisse sind weitreichend und bieten wertvolle Anleitungen und innovative Strategien für kleine Unternehmen, die mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen haben. […] Feiern wir diese bemerkenswerte Leistung und freuen wir uns auf die positiven Veränderungen, die seine Arbeit für die Gemeinschaft der Kleinunternehmen mit sich bringen wird.“

Prof. Dr. Gunther Friedl,
Leiter des Ludwig-Fröhler-Instituts

Aktuelles Januar 2024 – Digital-Akzelerator: Konzept eines KI-Tools für die Betriebsberatung

Im Rahmen dieses Projektes wurde das Konzept für ein KI-gestütztes Tool, der „DigitalAkzelerator“ entwickelt, das Beratende und Betriebe bei der Auswahl geeigneter Digitalisierungsmaßnahmen unterstützt. Das hierfür erarbeitete Konzept basiert auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und wurde anschließend qualitativ und quantitativ validiert. GPTs haben das Potenzial, wesentliche Beratungsaufgaben zu übernehmen und Beratende zu entlasten, so dass diese sich auf die empathische Unterstützung der Betriebe bei der Gestaltung von Geschäftsmodellen konzentrieren können. Wir empfehlen, die Zusammenarbeit verschiedener Handwerksorganisationen zur Erstellung von GPTs für verschiedene Anwendungsbereiche anzustreben.

Aktuelles Januar 2024 – Handwerksbetriebe und Start-ups gegen den Klimawandel!

Im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsreihe „Climate Café“ des TUM Think Thanks und der Initiative der WEF Global Shapers Munich gab Carl-Philipp Beichert spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Handwerk und deren Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Dabei wurden nicht nur die zentralen Herausforderungen des Handwerks aufgezeigt, sondern auch, wie Start-ups zu deren Lösung beitragen. Der Vortrag endete mit einem Aufruf, im Handwerk aktiv zu werden, als Unternehmer oder zum Beispiel über die neu gegründete Innovationsplattform #MakeInnovationHandwerk.

Aktuelles Januar 2024 – Handwerkskammern als Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit

Der Gesetzgeber hat die Entwicklungszusammenarbeit als eigene Aufgabe der Handwerkskammern in § 91 Abs. 2b HwO verankert. Der jetzt veröffentlichte Beitrag im Jahrbuch des Kammer- und Berufsrechts stellt die Projekte der Handwerkskammern vor und untersucht die Möglichkeiten einer sinnvollen und rechtssicheren Beteiligung der Kammern an der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei werden insbesondere die Interessen der Mitglieder berücksichtigt. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen der Kammerarbeit im internationalen Bereich gegeben.
Eine ausführliche Behandlung des Themas findet sich in der folgenden Publikation des LFI.

Aktuelles Januar 2024 – Vortrag auf der internationalen Konferenz GEOINNO2024

Carl-Philipp Beichert präsentierte auf der international renommierten Konferenz GEOINNO aktuelle Ergebnisse des neuen Projekts zu Open Innovation im Handwerk. Dabei geht Herr Beichert der Frage nach, wie regionale Innovationslabore erfolgreich aufgebaut und geführt werden können. Hierzu untersucht er mit Hilfe eines quantitativen Ansatzes die unterschiedlichen Ausgestaltungen der Innovation Labs aus einer Business Model Perspektive.
Das vorgestellte Paper erhielt eine Nominierung für den Best Paper Award der Konferenz.

Aktuelles Januar 2024 – Recht auf Reparatur – Vertragliche Umsetzung und Herausforderungen für das Handwerk

Im Auftrag des LFI hat Prof. Dr. Stefan Arnold, Direktor des Instituts für Internationales Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ein Gutachten zum Thema „Recht auf Reparatur – Vertragliche Umsetzung und Herausforderungen für das Handwerk“ erstellt. Das Gutachten ist im Januar 2024 im Nomos-Verlag – auch als Open Access-Version – erscheinen. Nachfolgend finden Sie den Link zum Gutachten.