Forschungs- & Arbeitsprogramm

Projekte Betriebswirtschaft

Inhalt:

Das Thema Nachhaltigkeit wird besonders in den nächsten Jahren aufgrund des Klimawandels an Bedeutung gewinnen, da immer mehr Gesetze erlassen werden, um Klimaziele einzuhalten. Insbesondere Handwerksbetriebe haben bisher jedoch wenige betriebliche Strategien, um die Nachhaltigkeit in ihren Unternehmen zu verankern. Die Digitalisierung kann hier bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien eine wichtige Rolle spielen. So können nachhaltige Technologien gleichzeitig die Kosten, den Verbrauch an natürliche Ressourcen sowie Energie, Abfälle oder die Verschmutzung reduzieren. Da die Rolle der Digitalisierung als Instrument für betriebliche Nachhaltigkeitsstrategien noch wenig erforscht ist, widmet sich das vorliegende Projekt folgenden Fragestellungen:

  • Wie wird die Digitalisierung bereits als Instrument für die Nachhaltigkeit im Handwerk genutzt?
  • Bietet die Digitalisierung den Handwerksbetrieben Möglichkeiten, nachhaltiger zu handeln?
  • Welche Herausforderungen existieren bei der Nutzung von digitalen Technologien für mehr Nachhaltigkeit?

Im Rahmen von Interviewstudien werden Einblicke in Betrieben, die bereits Nachhaltigkeitsaspekte in Ihrer Unternehmensstrategie implementieren, gewonnen. Hierbei soll insbesondere der Schwerpunkt auf die Rolle der Digitalisierung gelegt werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Herausarbeitung konkreter unmittelbar umsetzbarer Verbesserungspotenziale und Handlungsempfehlungen für Politik und Handwerksorganisation.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Anfang 2023

Projektbetreuer: Antonia Hoffmann 
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Inhalt:

In den letzten Jahren gewann die Nachhaltigkeit auch im Handwerk an Bedeutung – zugleich sind jedoch auch diesbezügliche Ansprüche seitens der Gesellschaft gestiegen. Besonders im Handwerk bereitet eine strategische Integration von Nachhaltigkeitsaspekten bisweilen Schwierigkeiten, obwohl mehr unternehmerische Nachhaltigkeit auch für das Handwerk Vorteile und Optimierungspotenzial verspricht. Gerade die Kreislaufwirtschaft als regeneratives System mit dem Ziel, eine ressourceneffizientere, kohlenstoffärmere, weniger umweltschädliche und sozial integrativere Gesellschaft zu schaffen, wird von vielen Betrieben noch wenig wahrgenommen. Das Handwerk bietet jedoch großen Potenzial, das zur Umsetzung der zirkulären Wertschöpfung erforderlich ist. Folgende Fragestellungen sollen im Rahmen des vorliegenden Projekts beantwortet werden:

  • Wie kann mehr Ressourceneffizienz im Handwerk umgesetzt werden (strategische Ansätze)?
  • Inwiefern beeinflussen Faktoren wie die Einflüsse der Digitalisierung die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft im Handwerk?

Die Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung sollen dazu beitragen, praxisnahe Handlungsempfehlungen für Handwerksbetriebe herauszuarbeiten, um das zirkuläre Wirtschaften im Handwerk weiter zu stärken und auszuweiten.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Ende 2022

Projektbetreuer: Antonia Hoffmann 
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Inhalt:

Die Etablierung neuer Technologien und Geschäftsmodelle erhöht den Wettbewerbsdruck auf das Handwerk. Um mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten, sind oft Kompetenzen erforderlich, die in den Handwerksbetrieben nicht vorhanden und nur sehr schwer von außerhalb zu beschaffen sind. Auf der anderen Seite entstehen viele Start-ups, die auch den Markt der kleinen und mittleren Unternehmen für sich und ihre digitalen Lösungen entdecken. Kooperationen können für beide Seiten Chancen bieten. In großen Unternehmen ist bereits zu beobachten, dass nicht nur Start-ups von Kooperationen profitieren, sondern dass diese auch einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung und zur Adaption neuer Geschäftsmodelle leisten.

Im Rahmen einer quantitativen Befragung werden zunächst Daten zu bisherigen Start-up-Kooperationen in Handwerksbetrieben erhoben. Die Auswertung der Daten soll neue Erkenntnisse über das Vorkommen unterschiedlicher Kooperationsformen sowie über deren Initiierung und Ausgestaltung liefern. Zusätzlich soll die Betrachtung einzelner Fallbeispiele Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren liefern. Anhand der Ergebnisse soll ein Leitfaden für Unternehmen, Startups und die Betriebsberatung erstellt werden, der eine einfache Hilfestellung für die Initiierung bis hin zur Durchführung von Kooperationen im Handwerk bietet.

One Pager

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2023

Projektbetreuer: Carl-Philipp Beichert
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Inhalt:

Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Anzahl an Kunden, welche online nach Produkten und Handwerkern suchen, ist auch das Handwerk gefordert online aktiv zu werden. Die Covid-19 Pandemie hat diesen Trend verstärkt und viele Handwerksbetriebe dazu veranlasst E-Commerce in ihr bestehendes Geschäftsmodell zu integrieren. Handwerksbetriebe können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungen wählen, die es ihnen ermöglichen, Produkte und Dienstleistungen online anzubieten.

Im Rahmen einer umfassenden Literaturrecherche werden zunächst mögliche Charakteristika von E-Commerce Geschäftsmodellen identifiziert. Mithilfe einer gezielten Inhaltsanalyse von Websites und Online-Shops von Handwerksbetrieben werden die E-Commerce-Charakteristika für jedes Unternehmen nach ihrer Existenz kodiert, wodurch ein binärer Datensatz erstellt wird. Dieser dient anschließend zur Durchführung einer hierarchischen Clusteranalyse, um unterschiedliche Arten der E-Commerce Implementierung im Geschäftsmodell zu identifizieren.  Auf der Grundlage der Ergebnisse werden eine Checkliste und ein Leitfaden für Betriebe und die Betriebsberatung erstellt, die eine Hilfestellung bei der Ausgestaltung von E-Commerce darstellen.

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2023

Projektbetreuer: Carl-Philipp Beichert
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Inhalt:

„Die Chancen der Digitalisierung in globalisierten Märkten nutzen können vor allem die Betriebe, die schneller, kreativer und innovativer sind als andere und die sich aktiv mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen und sie in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Deshalb wird es insbesondere darauf ankommen, dass die Handwerksbetriebe sich mit diesen Eigenschaften positionieren, um in der Zukunft erfolgreich zu sein.“ (ZDH 2016)¹
Selbst wenn eine intensive und systematische Datennutzung im Zuge der Digitalisierung vor allem für kleine und mittlere Handwerksbetriebe schwierig scheint, sollten die Möglichkeiten, die sich durch Big Data für das Handwerk eröffnen, intensiv untersucht und in unterschiedlichen Aspekten beleuchtet werden. Das vorliegende Projekt erarbeitet Lösungsansätze, um strukturelle Schwierigkeiten wie mangelnde Ressourcen und fehlende Analysekompetenzen zu überwinden – Kooperationen, Outsourcing (z.B. Analytics as a Service) oder ähnliche Mechanismen werden beleuchtet.

¹ZDH Abteilung Gewerbeförderung (2016) Hinweise zum Fragenkatalog – Anhörung der Enquetekommission VI des nordrhein-westfälischen Landtags „Zukunft des Handwerks und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen“. Available at: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST16-3639.pdf.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Andrea Stübner
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Inhalt:

„Die Sammlung und Auswertung anfallender Daten im Produktlebenszyklus bieten ein enormes Potenzial für Unternehmen, um künftig ihr Serviceportfolio oder ihr Geschäftsmodell zu erweitern und Erträge zu erzielen.“ (Bertenrath, Klös and Stettes, 2016)
Daten werden im Zeitalter der Digitalisierung als wichtiger Unternehmenswert gehandelt. Vorliegendes Projekt untersucht den Umgang der Betriebe mit diesem Gut und evaluiert, in wie weit bestehende Möglichkeiten ausgeschöpft werden. So soll eine Grundlage geschaffen werden um die Betriebe auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen vorzubereiten.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Andrea Stübner
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Inhalt:

In Diskussionen mit Vertretern der Handwerksorganisation sowie mit Betrieben selbst reist die Diskussion um die Vergütungsunterschiede zwischen dem Handwerk und der Industrie nicht ab. Viele Betriebe führen Abwanderungstendenzen ihrer Belegschaft v.a. auf die hohen monetären Anreize, die die Industrie bieten kann, zurück. Dabei fehlt im Handwerk oftmals der Einsatz zeitgemäßer Entgeltkomponenten, attraktiver Ausschüttungssysteme oder individueller Möglichkeiten der Entgeltentwicklung. Was führen Betriebe hierzu beispielsweise als Hemmnisse an? Im Rahmen dieser empirischen Untersuchung soll neben dem Status Quo v.a. aber auch der Nutzen analysiert werden, den die Betriebe durch den Einsatz unterschiedlicher moderner Entgeltsysteme wahrnehmen. Diese Studie soll dazu beitragen, dass passgenaue, betriebsspezifische Entgeltsysteme auch im Handwerk als maßgeblicher Bestandteil der Unternehmenspolitik verstanden werden – im Hinblick auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung.

Empirische Untersuchung folgender (nicht abschließender) Fragestellungen:

  • Welche Entgeltmöglichkeiten und Incentives werden im Handwerk eingesetzt und wie stark finden sie im Vergleich zum klassischen Zeitlohn Anwendung?
  • Wie werden moderne Entgeltsysteme im Handwerk mit strategischen und operativen Unternehmenszielen verknüpft?
  • Welche Faktoren hemmen Handwerksunternehmen beim Einsatz moderner Entgeltsysteme?
  • Von welchen betrieblichen Determinanten hängt der Einsatz unterschiedlicher Entgeltsysteme und Incentives ab (Betriebsgröße, Umsatz, Gewinn, Gewerk, Alter Inhaber, Innovationsfähigkeit,…)?
  • Wie wirken moderne Entgeltsysteme im Hinblick auf die Unternehmenssteuerung, den Unternehmenserfolg sowie Mitarbeitermotivation, -gewinnung und -bindung?

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2023

Projektbetreuer: Andrea Greilinger
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Inhalt:

Nachwuchswerbung ist in Zukunft einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Dabei stellen wir in den letzten Jahren starke Verschiebungen bezüglich der schulichen Vorbildung der handwerklichen Auszubildenden fest. Es ist von großem Interesse mit welchen Angeboten das Handwerk die Schüler noch besser erreichen kann.

Empirische Untersuchung folgender (nicht abschließender) Fragestellungen:

  • Was erwarten sich Schüler, welche Faktoren sind ihnen besonders wichtig?
  • Was kann die Handwerksorganisation tun, um den Erwartungen besser zu entsprechen?

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2023

Projektbetreuer: Andrea Greilinger
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Projekte Recht

Inhalt:

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der lnfektionsschutzmaßnahmen während der Covid-19-Pandemie sind in kürzester Zeit auf Bundes- und auf Landesebene Förderprogramme entwickelt worden. Diese enthielten u.a. Regelungen für den Fall, dass ein Unternehmen in mehreren wirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern agiert (sog. Mischunternehmen) bzw. dass innerhalb eines Verbundes verschiedener Unternehmen ein bestimmter Anteil des verbundweiten Umsatzes durch die Maßnahmen negativ betroffen war (Verbundunternehmen). Im Falle zukünftiger Bedarfsfälle wird sich die getroffene Kategorienbildung weiter vertiefen. Es ist daher geboten über die getroffenen Maßnahmen nachzudenken und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

Mai 2023

Projektbetreuer: Patrick Kosney
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Inhalt:

Die Handwerksorganisation weist eine Vielzahl verschiedener Körperschaften, Verbände und sonstiger Zusammenschlüsse auf, von denen nicht alle in der HwO selbst genannt sind. Hervorzuheben sind insbesondere Körperschaften des öffentlichen Rechts (wie Kammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen). Zwar finden sich in der HwO umfangreiche Regeln über die Besetzung der einzelnen Gremien und/oder Organe, aber Aussagen über die Beziehung der ehrenamtlich Tätigen zur jeweiligen Institution lassen sich – anders als in den Kommunalordnungen – nicht finden. Es gilt daher diese Beziehung – auch im Sinne der Stärkung des Ehrenamtes – herauszuarbeiten.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

Mai 2023

Projektbetreuer: Patrick Kosney
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Inhalt:

Aus jüngerer Rechtsprechung des VG Sigmaringen (Az. 1 K 2277116) geht hervor, dass auch Frischfleischabteilungen von Lebensmittelmärkten der Eintragungspflicht unterliegen. Das Urteil bietet Anlass den Blick in die Praxis zu werfen und danach zu fragen, inwieweit Betriebe Handwerksleitungen anbieten können ohne meisterpflichtig zu sein. Im Fokus stehen dabei aktuelle Betriebsstrukturen und deren Verhältnis zur handwerklichen Terminologie wie „Hilfs-/Nebenbetrieb“, „unerheblich“ oder „wesentliche Tätigkeit“.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

April 2022

Projektbetreuer: Patrick Kosney
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Inhalt:

Durch die im Jahr 2017 eingeführte Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation – MDR) wurden neue Anforderungen an die Hersteller und Händler von Medizinprodukten definiert. Die Verordnung trat mit einer längeren Übergangszeit im Mai 2021 in Kraft. In einigen Teilen sind die neuen Regelungen strenger als bisher. Von der MDR sind auch Handwerksunternehmen betroffen, insbesondere die Gesundheitshandwerke. Durch das Projekt soll zum einen Aufmerksamkeit für die neuen Regelungen generiert und mögliche Unklarheiten aufgezeigt werden. Es soll dargestellt werden, an welchen Stellen der einzelne Handwerksbetrieb Unterstützung benötigen wird und wie solche Maßnahmen sinnvoll gestaltet werden können.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

Mai 2022

Projektbetreuer: Moritz Schumacher
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Inhalt:

In der Handwerksorganisation kommt es öfter zu dem Fall, dass die Geschäfte nicht durch die jeweilige Organisation selbst, sondern durch einen Dritten geführt werden. Der Handwerksordnung ist diese Konstellation grundsätzlich nicht fremd: § 87 Nr. 5 HwO weist die Kreishandwerkerschaft an, die Geschäfte einer Innung zu übernehmen, sollte diese nicht über die nötigen Ressourcen verfügen.

In der Praxis kommen darüber hinaus weitere solche Konstellationen vor, die in der Handwerksordnung nicht vorgesehen sind – insbesondere geht es um die Führung von Geschäften der Landes-/Bundesinnungsverbände durch Kreishandwerkerschaften sowie der Innungen durch Landes-/Bundesinnungsverbände. Die Möglichkeit der Übernahme der Geschäftsführung beruht bislang lediglich auf der Akzeptanz der Handwerkskammern. Es soll wissenschaftlich geklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen eine Übernahme der Geschäftsführung möglich ist und auf welche rechtlichen Probleme man hierbei stößt.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

April 2022

Projektbetreuer: Moritz Schumacher
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Inhalt:

Die Handwerkskammern werden gem. § 90 Abs. 1 HwO zur Vertretung der Interessen des Handwerks errichtet. Sie haben gem. § 91 Abs. 1 Nr. 1 HwO die Aufgabe, die Interessen des Handwerks zu fördern und für einen gerechten Ausgleich der Interessen der einzelnen Handwerke und ihrer Organisationen zu sorgen. Hieraus wird abgeleitet, dass die Handwerkskammern für die Gesamtvertretung des Handwerks zuständig sind. Die Besonderheit der Handwerkskammer gegenüber anderen Kammern – insbesondere der IHK – besteht darin, dass ihre Mitgliederstruktur um einiges vielfältiger ist. So sind gem. § 90 Abs. 2 HwO neben den Inhabern von Handwerks- und handwerksähnlichen Betrieben auch die in solchen Betrieben angestellten Gesellen, Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung sowie Lehrlinge Mitglied der Handwerkskammer. Somit vertritt die Handwerkskammer zugleich Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Innerhalb des Projekts soll untersucht werden, inwieweit die Arbeitnehmer in den Handwerksorganisationen vertreten sind, wobei auf die historische Entwicklung näher einzugehen sein wird. Es soll dargestellt werden, wie sich die Gesamtvertretung auf diverse Parameter auswirkt. Nicht abschließend soll auf die folgenden Parameter eingegangen werden: Pflichtmitgliedschaft, Äußerungsrechte/Neutralitätsgebot, Verfahren/Arbeitsfähigkeit, Stimmverhältnis, sozialpolitische und arbeitsrechtliche Aspekte, Interessenvertretung auf Bundes- und Landesebene, Kammerfinanzierung, Handwerkskammern als Rechtsaufsichtsbehörde der Innungen (Tariffähigkeit in Gefahr?), (rechtliche) Beratung von Mitgliedern durch die Kammer. Innerhalb dieser Untersuchung soll auch auf erkennbare Reformvorschläge eingegangen werden.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

Dezember 2023

Projektbetreuer: Moritz Schumacher
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