Forschungs- & Arbeitsprogramm

Projekte Betriebswirtschaft

Inhalt:

LFI Teilprojekt „Konzeptionelle und empirische Analyse der Rahmenbedingungen von Selbständigkeit im Handwerk“

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels und eines generellen Rückgangs der Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stellt sich auch die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass in Deutschland auch in Zukunft genügend Selbständige im Handwerk tätig sind. Der Beitrag ist daher Teil einer gemeinschftlichen Publikation aller 5 Forschungsinstitute unter dem Dach des Deutschen Handwreksinstituts zum Thema Sicherung der Selbständigkeit im Handwerk. Der Beitrag des LFI befasst sich dabei mit den rechtlichen sowie institutionellen Rahmenbedingungen von Gründung und Selbständigkeit in Deutschland. Mittels einer strukturierten Analyse von empirischer sowie konzeptioneller Literatur sollen dabei folgende Fragestellungen beantwortet werden:

  • Wie müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden, um gründungsfördernd zu wirken?
  • Welche Rolle spielt die Bürokratiebelastung als Ursache für die Verwerfung von Gründungsplänen?
  • Welche Forderungen stellen Gründer an Politik und Verwaltung?

Ziel des Forschungsvorhabens ist neben der strukturierten Aufarbeitung der wesentlichen Problemfelder in den genannten Bereichen auch die Herausarbeitung konkreter, unmittelbar umsetzbarer Verbesserungspotenziale und Handlungsempfehlungen für Politik und Handwerksorganisation.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Mai 2021

Projektbetreuer: Sophie Sallaberger, Benedikt Tratt
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Inhalt:

Handwerksbetriebe sind aufgrund ihrer Größe in der Regel besonders stark auf kurzfristige Fremdfinanzierungsmöglichkeiten angewiesen, weshalb ein effektives Management des bestrieblichen Working Capitals und dabei insbesondere die Nutzung von Lieferantenkrediten als Finanzierungsoption einerseits und die Ausgestaltung eigener Zahlungsziele andererseits von besonderer Bedeutung sind. Die aktuelle Krise im Zuge der Corona Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Möglichkeit zur schnellen Freisetzung von Liquiditätsreserven im Zweifel sein kann.

Im Rahmen einer quantitativen Erhebung sollen zunächst Daten zur derzeitigen Praxis des Working Capital Managements in Handwerksbetriebe gesammelt werden. Diese werden im Anschluss mittels verschiedener quantitativer statistischer Methoden analysiert, um herauszufinden, welche konkreten Maßnahmen im Bereich des Working Capital Managements besonders positiv auf Produktivität und Liquidität eines Betriebs wirken. Abschließend soll aus den Ergebnissen der Analyse ein Leitfaden mit effektiven und zeitsparend umsetzbaren Maßnahmen zur Kontrolle und Optimierung des Working Capital Managements abgeleitet werden.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Mai 2021

Projektbetreuer: Benedikt Tratt
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Inhalt:

Für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung ist nicht nur eine detaillierte Auseinandersetzung mit den eigenen Unternehmensdaten wichtig, sondern auch der Blick über den eigenen Betrieb hinaus. Ein äußert hilfreiches Tool stellen in diesem Zusammenhang Betriebsvergleiche innerhalb eines Gewerbes dar. Sie bieten die Möglichkeit zu erkennen, wo und in welcher Höhe im Unternehmen Kosten angefallen sind und wie diese sich im Verhältnis zu gleichartigen Betrieben darstellen. Auf der Basis dieser Daten ist es möglich, das eigene Unternehmen auf Schwachstellen hin zu analysieren und im Vergleich mit Konkurrenzunternehmen Hinweise zur Gewinnverbesserung und eine erfolgreiche langfristige Unternehmenssteuerung zu erhalten.

Der Landesinnungsverband SHK Bayern hat das Ludwig-Fröhler-Institut mit der Durchführung eines solchen Betriebsvergleichs beauftragt. Hierzu sind wir auf die Mitarbeit möglichst vieler Betriebe angewiesen, den zugehörigen Erhebungsbogen auszufüllen.

Die auszufüllende Vorlage steht hier zum Download zur Verfügung.

Download Erhebungsbogen

Eine Rücksendung kann per Mail, Fax oder postalisch an folgende Adresse erfolgen:

Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften
Betriebsvergleich SHK
Max-Joseph-Straße 4
80333 München
Fax: 089 51 55 60 – 77
Email: befragung@lfi-muenchen.de

vorraussichtlicher Projektabschluss: Ende 2020

Projektbetreuer: Benedikt Tratt, M.Sc.
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Inhalt:

Um potentiellen Gründern bei der Existenzgründung zu helfen, bieten einige Handwerkskammern Persönlichkeitstests an, die dazu beitragen sollen, herauszufinden, ob eine Existenzgründung und eine damit in Verbindung stehende Selbstständigkeit für die jeweilige Person der richtige Berufsweg ist. Im Grunde vernachlässigen solche Tests jedoch wichtige Aspekte bei der Entscheidungsfindung. In diesem Projekt sollen Gründungskompetenzen wissenschaftlich fundiert erarbeitet werden und dabei neben der persönlichen Ebene auch fachliche oder branchenspezifische Merkmale mit integrieren. Basierend auf dieser Arbeit soll anschließend ein Test für Gründer erstellt werden, anhand dessen Stärken und Schwächen des potentiellen Gründers aufgezeigt und diese im Existenzgründungsgespräch besprochen werden und darauf eingegangen werden kann.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Tobias Beibl
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Inhalt:

Noch immer gibt es eine hohe Anzahl an Insolvenzen in kleinen Betrieben, oftmals Handwerksbetrieben. Dabei kommt der Position des Inhabers eine besondere Rolle zu. Die Inhaberabhängigkeit, die oft anzutreffen ist, führt zur maßgeblichen Entscheidungsvariable des Inhabers, ob eine Krise erfolgreich überstanden wird oder nicht.

Ziel/Ergebnisse des Projekts:

  • Konzeptbasiertes Aufzeigen der unterschiedlichen Dimensionen der Rolle des Inhabers
  • Entscheidende Faktoren für einen erfolgreichen Change-Management-Prozess
  • Verbesserungspotentiale und Erfolgswirksamkeit für den Betriebsinhaber aufzeigen

vorraussichtlicher Projektabschluss: Ende 2020

Projektbetreuer: Tobias Beibl
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Inhalt:

Die Untersuchung /empirische Arbeit soll das mit § 6a in die BauNVO neu aufgenommene Urbane Gebiet (MU) mit seinen Zielen und tatsächlichen Wirkungen kritisch untersuchen. Dabei wäre zu prüfen, ob die gewünschten Vorteile nachhaltig erkennbar sind, ohne die Betriebsstandorte oder Neuansiedlung von Handwerksbetrieben einzuschränken. Weiter sollte geklärt werden, ob sich mit dem Urbanen Gebiet (MU) planungsrechtliche oder immissionsschutzrechtliche Gefahren zulasten von Betriebsstandorten zeigen, die nicht erkannt wurden.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Ende 2020

Projektbetreuer: Tobias Beibl
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Inhalt:

Das Konditorenhandwerk zeichnet sich durch eine große Sortimentsvielfalt aus, welche bisher einen Wettbewerbsvorteil gegenüber neuen Wettbewerbern sicherte. Trotz einer positiven Umsatzentwicklung geraten Betriebe aufgrund steigender Kosten und wachsender Konkurrenz zunehmend unter Kostendruck. Die Vielzahl der Produkte erhöht nicht nur die Komplexität der Produktionsprozesse, sondern vermeidet auch eine genaue Beurteilung einzelner Produkte hinsichtlich ihrer Profitabilität durch die Betriebe. Eine betriebsindividuelle Sortimentsbereinigung bietet Potential den Kostendruck zu entschärfen sowie die vorhandene Komplexität im Betrieb zu reduzieren.

Unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Komplexität soll eine anwendungsorientierte Deckungsbeitragsrechnung erarbeitet werden, welche eine Entscheidungshilfe zur Sortimentsgestaltung für Betriebe im Konditorenhandwerk bietet.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Ende 2020

Projektbetreuer: Carl-Philipp Beichert
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Inhalt:

Höhere Kundenanforderungen, Individualisierung, Big data und die Digitalisierung verändern auch die einzelnen Branchen des Handwerks teils in drastischer Art und Weise. Oftmals finden sich die Betriebsinhaber der Handwerksbetriebe in einer Ohnmacht wieder, sich in diesem Umfeld zurecht zu finden und ihr bestehendes Geschäftsmodell wie gewohnt durchzuführen. Durch kürzere Lebenszyklen von Produkten und Branchen ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Handwerksbetriebe an geänderte Rahmenbedingungen schnell anpassen können.

Ziel/Ergebnisse des Projekts:

  • Roadmap für eine Geschäftsmodellanpassung im Handwerk
  • Entscheidende Faktoren für einen erfolgreichen Change-Management-Prozess
  • Einflüsse von externen Veränderungen und Faktoren auf die Art der Geschäftsmodellanpassung

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Carl-Philipp Beichert
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Inhalt:

„Die Chancen der Digitalisierung in globalisierten Märkten nutzen können vor allem die Betriebe, die schneller, kreativer und innovativer sind als andere und die sich aktiv mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen und sie in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Deshalb wird es insbesondere darauf ankommen, dass die Handwerksbetriebe sich mit diesen Eigenschaften positionieren, um in der Zukunft erfolgreich zu sein.“ (ZDH 2016)¹
Selbst wenn eine intensive und systematische Datennutzung im Zuge der Digitalisierung vor allem für kleine und mittlere Handwerksbetriebe schwierig scheint, sollten die Möglichkeiten, die sich durch Big Data für das Handwerk eröffnen, intensiv untersucht und in unterschiedlichen Aspekten beleuchtet werden. Das vorliegende Projekt erarbeitet Lösungsansätze, um strukturelle Schwierigkeiten wie mangelnde Ressourcen und fehlende Analysekompetenzen zu überwinden – Kooperationen, Outsourcing (z.B. Analytics as a Service) oder ähnliche Mechanismen werden beleuchtet.

¹ZDH Abteilung Gewerbeförderung (2016) Hinweise zum Fragenkatalog – Anhörung der Enquetekommission VI des nordrhein-westfälischen Landtags „Zukunft des Handwerks und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen“. Available at: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST16-3639.pdf.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Andrea Stübner
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Inhalt:

„Die Sammlung und Auswertung anfallender Daten im Produktlebenszyklus bieten ein enormes Potenzial für Unternehmen, um künftig ihr Serviceportfolio oder ihr Geschäftsmodell zu erweitern und Erträge zu erzielen.“ (Bertenrath, Klös and Stettes, 2016)
Daten werden im Zeitalter der Digitalisierung als wichtiger Unternehmenswert gehandelt. Vorliegendes Projekt untersucht den Umgang der Betriebe mit diesem Gut und evaluiert, in wie weit bestehende Möglichkeiten ausgeschöpft werden. So soll eine Grundlage geschaffen werden um die Betriebe auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen vorzubereiten.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Andrea Stübner
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Projekte Recht

Inhalt:

Durch die Erhebung einer „SGB V-Gebühr“ bei Nicht-Innungsmitglieder erfolgt eine Ko-Finanzierung der Innungen und des BIV und dadurch eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Bereich der Aufgaben im SGB V. Gleichzeitig ist eine erhöhte Bereitschaft der Nicht-Innungsmitglieder, zum (Wieder-) Eintritt in die Innungen zu erwarten.

Das Projekt soll dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit und den Organisationsgrad im Handwerk, hier insbesondere im Zahntechniker-Handwerk, zu erhöhen und für die Zukunft zu sichern. Durch die aus der Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Bereich der Aufgaben im SGB V resultierenden besseren finanziellen Rahmenbedingungen für die Betriebe des Zahntechniker-Handwerks, können die Betriebe Entwicklungen, etwa im Bereich der Digitalisierung, besser adaptieren. Dies sind insbesondere die Kommunikation mittel elektronischer (Tele-)Medien und VAD/CAM-Fertigungstechniken beispielsweise 3D-Druck. Hierdurch wird es auch kleineren Betrieben ermöglicht, in ländlichen Räumen präsent zu bleiben und den Tendenzen zur Zentralisierung und größeren Einheiten, etwa im Rahmen von Zahnarzt-MVZ, zu widerstehen.

vorraussichtlicher Projektabschluss:

Ende 2021

Projektbetreuer: Marinus Pöhlmann
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Inhalt:

An die vom Braunkohleausstieg betroffenen Kohleregionen sollen nach dem Willen der Bundesregierung und der sog. Kohlekommission, Strukturhilfen gehen, die sich bis 2040 auf mindestens 40 Milliarden Euro belaufen sollen.

Neben der Förderung von Infrastrukturprojekten und der Ansiedlungen von Industrie ist für die positive Entwicklung der ehemaligen Kohleregionen entscheidend, dass ein gesunder Mittelstand entsteht bzw. erhalten wird und die bestehenden Handwerksbetriebe weiterhin eine Zukunftsperspektive haben. Die politischen Anstrengungen das Handwerk in diesen Regionen zu fördern bedürfen dabei einer fundierten rechtlichen Grundlagenuntersuchung. Das betrifft insbesondere die beihilferechtlichen Fragen der Förderung des Handwerks in den betroffenen Kohleregionen.

Hierbei sollen zunächst die bereits bestehenden Fördermöglichkeiten aufgezeigt, systematisiert und umfassend dargestellt werden (Anforderungen des Art. 107 AEUV insbesondere der Legal- und Ermessenausnahmen der Abs. 2 und 3 und des sekundärrechtlichen Rechtsrahmens (AGVO)). Der Fokus liegt dabei stets auf dem Handwerk bzw. den Möglichkeiten einer Förderung von Handwerksunternehmen. Im Anschluss geht es um ein Ausloten der rechtspolitischen Möglichkeiten einer darüberhinausgehenden Förderung für Handwerksunternehmen.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Mitte 2020

Projektbetreuer: Marinus Pöhlmann
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Inhalt:

Der enorme Fachkräfte- und Nachwuchsmangel im Handwerk erfordert eine Reihe von Maßnahmen, um auch weiterhin das hohe Niveau handwerklicher Leistungen sicherzustellen. Ein Aspekt, um insbesondere Nachwuchs für das Handwerk zu finden, kann ein finanzieller Anreiz für Auszubildende sein. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Förderung der Ausbildung durch das sog. Meister-Bafög.

Während das Meister-Bafög für die erste berufsbildende Ausbildung bereits etabliert ist, geht es in der aktuellen politischen Debatte vor allem um die Einführung eines „Weiterbildungs-Bafög“. Ziel ist es auch eine zweite Weiterbildung, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Betriebswirt oder auch einen zweiten vollwertigen Meister zu fördern.

Neben dem Meister-Bafög, sowohl für die Erstausbildung als auch für eine Weiterbildung, sollten weitere Möglichkeiten einer (finanziellen) Anreizschaffung geprüft und rechtspolitisch formuliert werden.

vorraussichtlicher Projektabschluss: tba

Projektbetreuer: Marinus Pöhlmann
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Inhalt:

Die Handwerksordnung kann nur zur Anwendung kommen, wenn das Handwerk im stehenden Gewerbe ausgeübt wird. Werden hingegen handwerkliche Leistungen im Reisegewerbe ausgeübt, setzt die Gewerbeordnung den rechtlichen Regelungsrahmen. Bei Vorliegen der Reisegewerbseigenschaft ist folglich die Mitgliedschaft in den Handwerkskammern ausgeschlossen und es besteht auch für die Ausübung wesentlicher Tätigkeiten von Berufen der Anlage A keine Zulassungspflicht. Angesichts dieser gravierenden Unterschiede ist eine genaue Einordnung unerlässlich. Die Digitalisierung bringt neue Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit sich, mit deren Einordnung sich die Fachliteratur bisher noch wenig auseinandergesetzt hat. Es wird zunächst die Einordnung vorgenommen und anschließend die Adäquanz des gefundenen Ergebnisses untersucht.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Mitte 2020

Projektbetreuer: Sophie Sallaberger
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Inhalt:

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts zum Thema „Plattformökonomie und Big Data im Handwerk: Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen aus ökonomischer und juristischer Perspektive“ vergibt das Ludwig-Fröhler-Institut einen Gutachtenauftrag an einen Experten, um die durch die Plattformökonomie zunehmend an Bedeutung gewinnenden Fragen zum aktuellen Rechtsrahmen bezüglich der Rechte zur Nutzung von Daten zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund sollen aktuelle Reformdiskussionen auch im Kontext der Plattformökonomie beleuchtet werden.

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2021

Projektbetreuer: Sophie Sallaberger
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Inhalt:

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts aller DHI-Institute zum Thema „Selbstständigkeit im Handwerk“ wird aus juristischer Perspektive dargestellt, welche Thematiken in der allgemeinen Debatte als gründungs- und übernahmehinderlich gesehen werden und welche Lösungsvorschläge dazu diskutiert werden. Auf dieser Basis wird untersucht, ob in diesem Zusammenhang oder darüber hinaus für das Handwerk Besonderheiten zu beachten sind.

Zusätzlich wird Prof. Dr. Klaus-Dieter Drüen im Rahmen dieses Projekts ein Gutachten über die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen erstellen und auch hier einen besonderen Fokus darauf setzen, welche Aspekte sich bei einer Gründung oder Betriebsübernahme als eher hinderlich erweisen könnten und gründungsfreundlicher ausgestaltet werden könnten.

vorraussichtlicher Projektabschluss: 2021

Projektbetreuer: Sophie Sallaberger
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Inhalt:

Das wachsende Interesse an Staat, Politik und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit an Kooperationen mit der Privatwirtschaft hat auch die Handwerkskammern erreicht. Die Wirtschaftsmacht von Nebenan erweist sich aufgrund ihrer bewährten Kammerstruktur und den hohen Ausbildungsstandards als interessanter Partner in der Entwicklungszusammenarbeit.

Solche Engagements stellen die Kammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit verpflichtender Mitgliedschaft für Handwerksbetriebe vor große Herausforderungen: Es muss ein plausibler Ausgleich zwischen humanitärem Engagement in Entwicklungsländern und der zentralen Aufgabe der Handwerkskammern gem. § 91 Abs.1 Nr.1 HwO, der Vertretung der Interessen des Handwerks, gefunden werden. Insbesondere die Beteiligung der Mitglieder als Basis der Kammern zur Ermöglichung von interkulturellem Austausch, Mitgestaltungsmöglichkeiten, Transparenz und letztlich Akzeptanz sind von entscheidender Bedeutung.

Die Untersuchung soll dazu beitragen, aktuelle Vorhaben auf ihre rechtliche Zulässigkeit zu überprüfen, neue rechtliche Instrumente zur Beteiligung der Mitglieder und Förderung der Interessen des Handwerks bereitzustellen, und Anreize für zukünftige Lösungen in der Rechtssetzung für die Entwicklungszusammenarbeit von Handwerkskammern aufzuzeigen.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Anfang 2021

Projektbetreuer: Victor Eibl
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Inhalt:

Das Vierte Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften ist am 14.02.2020 in Kraft getreten. Der in Heft 6 der Zeitschrift Gewerbearchiv 2020, S. 203-207, veröffentlichte Beitrag beschreibt den Inhalt dieser Novelle. Kern der Gesetzesänderung ist die Überführung von 12 Berufen aus Abschnitt 1 Anlage B in die Anlage A zur Handwerksordnung. Das bringt mit sich, dass für diese Berufe nun wieder die sogenannte Meisterpflicht gilt. Ergänzt wird die Novelle vor allem durch Übergangsregelungen. Daneben werden auch zwei Berufe aus Abschnitt 2 der Anlage B in Abschnitt 1 und somit aus der Kategorie des handwerksähnlichen Gewerbes in die des zulassungsfreien Handwerks überführt.

vorraussichtlicher Projektabschluss: Abgeschlossen Anfang 2020

Projektbetreuer: Sophie Sallaberger
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